Archiv

 

 

Neuigkeiten 2011

Gruppenkläranlage für Pilotprojekt des AZV Leisnig in Betrieb

Der Abwasserzweckverband Leisnig hat in Altenhof eine Gruppenkläranlage der Busse IS GmbH mit einer Kapazität von 100 EW (Einwohnergleichwerte) in Betrieb genommen. Übergeben wurde das System, das aus allen anfallenden Abwässern hygienisch einwandfreies und zur Wiederverwendung zugelassenes Brauchwasser macht, vom Entwickler der Busse-Membranklärtechnik, Ralf-Peter Busse. Bis zum 31. Januar 2012 sollen alle künftigen Nutzer angeschlossen sein.

Die BusseMF ist Bestandteil des Pilotprojektes „Dezentrale Abwasserentsorgung in Verantwortung eines öffentlichen Aufgabenträgers“ des AZV Leisnig, das vom Umweltministerium Sachsen unterstützt wird. Bereits im Januar 2010 war der Klärbehälter für die erste von vier Anlagen unterschiedlicher Hersteller in Altenhof und Gorschmitz in Anwesenheit von Umweltminister Frank Kupfer gesetzt worden. Neben der BusseMF mit der höchsten Kapazität sind eine 12 EW-Anlage mit belüftetem Biofilter und zwei SBR-Anlagen für 40 bzw. 60 EW entstanden. Kerstin Härtel, Geschäftsführerin des AZV Leisnig: „Wir wollten in unser Projekt verschiedene Anlagen mit verschiedenen Technologisierungsgraden integrieren. Die Mikrofiltrationstechnik der Busse IS ist das derzeit modernste und nachhaltigste Verfahren – das sollte nicht fehlen.“

Hintergrund des Projektes ist die Umsetzung der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie (WRRL). Deren Schwerpunkt liegt in Sachsen auf der Sanierung der Abwasserverhältnisse im ländlichen Raum. Ziel des AZV Leisnig ist die Ermittlung der tatsächlichen Kosten für Planung, Bau und Betrieb von Kleinkläranlagen sowie ein Zuwachs an Erfahrungen bei der organisatorischen Umsetzung der dezentralen Abwasserbeseitigung durch einen öffentlichen Aufgabenträger.

Bildmaterial: © Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft
Kerstin Härtel, Geschäftsführerin des AZV Leisnig; Staatsminister Frank Kupfer

Optimierte Kläranlage für das ADAC Fahrsicherheitszentrum Grevenbroich

Die vollbiologische Kläranlage BusseMF im ADAC Fahrsicherheitszentrum Grevenbroich ist in den letzten Wochen Schritt für Schritt optimiert worden. Es erfolgte eine Erweiterung des bereits Anfang 2005 installierten Systems von 48 EW (Einwohnergleichwerte) auf das Doppelte. Für den reibungslosen Umbau bei laufendem Betrieb sorgten die Mitarbeiter der Herstellerfirma, Busse IS GmbH, der ADAC Nordrhein e. V. sowie die ABS Fahrsicherheitszentrum GmbH. Übergeben wurde die umstrukturierte Anlage am 10. November 2011 vom Service- und Vertriebsleiter der Busse IS GmbH, Dipl.-Ing. Axel Radlbeck, an den ADAC Nordrhein.

Nötig wurde die Erweiterung der BusseMF durch die gestiegenen Anforderungen des Betreibers. „In Grevenbroich steht das größte und modernste Fahrsicherheitszentrum Nordrhein-Westfalens. Der ADAC garantiert dort Top-Service für bis zu 1.000 Gäste am Tag. Das gilt natürlich nicht nur für die fahrdynamischen Events“, erklärt ADAC Experte Dr. Roman Suthold.

Der ADAC setzt auch auf die Nachhaltigkeit der BusseMF. Durch das erhöhte Besucheraufkommen können jetzt immerhin bis zu 15.000 Liter Abwasser pro Tag durch die Anlage laufen. Das System reinigt die Abwässer hygienisch einwandfrei und macht daraus zur Wiederverwendung zugelassenes Brauchwasser. Neben Anlagen für den „Hausgebrauch“ hat sich Busse IS auch auf große Anlagen für bis zu 500 EW spezialisiert. Die kommen z. B. auch in Hotels, Appartementkomplexen oder als dezentrale Lösung für ganze Ortslagen zum Einsatz.

Moderne Abwasserentsorgung für das Bootshaus der Universität zu Köln

Termingerecht ist am 15. September 2011 die Inbetriebnahme einer vollbiologischen Kleinkläranlage auf dem Bootshaus der Universität zu Köln erfolgt. Das System der Busse IS GmbH Leipzig reinigt die anfallenden Abwässer direkt auf dem Boot, das ehemals zur Rudersport-Abteilung der Uni gehörte. Möglich wird das durch den Einsatz der von Busse entwickelten Mikrofiltrationstechnik. Mit der Mikrofiltration wird das derzeit beste Reinigungsverfahren in der dezentralen Wasseraufbereitung genutzt. Selbst Bakterien und Keime werden zurückgehalten. Das Anlagenfiltrat kann für die Toilettenspülung und die Deckreinigung verwendet werden. Alternativ darf es direkt in den Rhein abgeleitet werden. Weiterer Vorteil der Busse-Anlage, die in Zusammenarbeit mit dem Umweltbundesamt und der Deutschen Bundesstiftung Umwelt entwickelt wurde: Durch die kompakte und modulare Bausweise kann sie an Aufstellorten mit beschränkten Platzkapazitäten zum Einsatz kommen. Die Anwendung auf Schiffen und schwimmenden Häusern ist so problemlos möglich. Das Bootshaus der Universität zu Köln beherbergt den Organisationsbereich Ökologie des Zoologischen Institutes. In das Oberdeck des Schiffes wurden Forschungslabors und Arbeitsräume für die gewässerbiologische Forschung und Lehre eingebaut.

Inbetriebnahme der ersten BusseMF-Anlage in Vancouver, Kanada im Juni 2011

Am 24. Juni 2011 ging die erste BusseMF-Anlage in Kanada in Betrieb. Die Anlage ist in einem besonders sensiblen Natur- und Wasserschutzgebiet in Vancouver installiert und bereitet das Abwasser im Referenzhaus des kanadischen Kooperationsunternehmens Janda-Busse Treatment Systems Inc. auf. Das hygienisierte Abwasser wird im Haushalt wieder verwendet, überschüssiges Filtrat darf im Uferbereich des Seitenarms des Fraser River abgeleitet werden.

Nur durch den Einsatz der BusseMF-Anlage mit Membrantechnik war eine bauliche Erschließung des Uferbereichs in diesem ökologischen Schutzgebiet überhaupt erst möglich. Im nächsten Jahr werden am gleichen Standort fünf weitere Häuser mit BusseMF-Anlagen realisiert.

Messepräsentation und Wirtschaftsdelegationsreise in Katar mit dem sächsischen Wirtschaftsminister Sven Morlock und der Wirtschaftsförderung Sachsen

Im Rahmen einer Wirtschaftsdelegationsreise mit dem sächsischen Wirtschaftsminister Sven Morlock und der Sächsischen Wirtschaftsförderung unter der Leitung von Peter Notnagel zur internationalen Bauchfach- und Umweltmesse „Project Qatar“ im Mai 2011 präsentierten sich die Unternehmen Busse und Busse IS GmbH auf dem Gemeinschaftsstand sächsischer Unternehmen. Fachbesucher aus dem gesamten arabischen Raum zeigten großes Interesse an dem dezentralen Abwasserrecycling mit der BusseMF. Auf der Agenda der Delegationsreise standen ein Briefing durch die deutsche Botschafterin in Katar sowie Besuche bei führenden Bau- und Technologieunternehmen sowie Meetings im Wirtschafts- und Handelsministerium.

Inbetriebnahme der ersten BusseMF-Anlagen in den US-Bundesstaaten Maine und Maryland im April 2011

Die erste BusseMF-Anlage im US-Bundesstaat Maine ging am 8. April im Küstenort Brunswick in Betrieb. Die nach NSF-Standard zertifizierte Anlage ist in einem Privathaushalt installiert und ermöglicht die Wiederverwendung des Anlagenfiltrats auf dem Grundstück.

Die erste im Bundesstaat Maryland installierte BusseMF recycelt seit 12. April 2011 Spezialabwässer im Forschungszentrum des US-Verteidigungsministeriums in Baltimore.

Neben den Bundesstaaten Maine und Baltimore hat die BusseMF inzwischen auch in Rhode Island, Connecticut, North Carolina und Pennsylvania die Umweltzulassung durch die jeweiligen „Departments of Environmental Protection“ erhalten und ist damit die erste zugelassene Kleinkläranlage mit Membrantechnik in den Neuenglandstaaten.

Wirtschaftsdelegationsreise mit dem sächsischen Ministerpräsident Stanislaw Tillich nach Vietnam

Die Geschäftsführerin der Busse IS GmbH, Anja Busse, nahm vom 26. März bis 1. April 2011 an einer Wirtschaftsdelegationsreise mit dem sächsischen Ministerpräsidenten Stanislaw Tillich nach Vietnam teil. Die 60 Delegationsteilnehmer aus Politik, Wirtschaft und Medien hatten bei ihrem Besuch der Städte Hanoi und Ho Chi Minh Gelegenheit, sich ausführlich über die wirtschaftliche Situation in Vietnam sowie die Chancen für den Markteintritt sächsischer Produkte und den Technologietransfer von Sachsen nach Vietnam im Rahmen von Kooperationen und Joint Ventures zu informieren. Ihm Rahmen des Delegationsreiseprogramms wurden bereits erfolgreich etablierte Kooperationsprojekte besucht, bei Gesprächen mit den Handels- Wirtschaft- und Umweltministerien neue Projekte angebahnt sowie Erstkontakte zu potentiellen vietnamesischen Partnerfirmen aufgebaut.

TerraTec 2011 in Leipzig – 25. bis 27.01.2011 auf dem Stand der Deutschen Bundesstiftung Umwelt

Der Sächsische Umweltminister Frank Kupfer ließ sich bei seinem Besuch auf dem Messestand der Deutschen Bundesstiftung Umwelt DBU von Dipl.-Ing. Ralf-Peter Busse ausführlich die Funktionsweise und Vorteile der BusseMF-Anlagen erläutern.

Besonderes Interesse zeigten er und seine Delegation auch für das ökologischen Wohnungsbauprojekt in Berlin Charlottenburg „Grüne 9“, bei dem erstmals das Abwasserrecycling mit Wärmerückgewinnung kombiniert wird. Mit Hilfe einer BusseMF-MBR-Anlage mit zweistufiger Barrieretechnologie wird künftig das Abwasser aus dem Wohnkomplex recycelt, um es als Brauchwasser für die 125 Wohnungen wieder zu verwenden. Die Anlage produziert bis zu 15 m³ keimfreies Brauchwasser pro Tag, welches für Toilettenspülung sowie in den Waschmaschinen wieder verwendet wird und somit eine Trinkwassereinsparung von bis zu 50 % ermöglicht. Die zurück gewonnene Wärme aus dem erzeugten Brauchwasser dient zur Heißwasseraufbereitung im Wohnkomplex. Aus den 15 m³ Brauwasser können pro Tag ca. 170 KWh an Wärmeenergie erzeugt werden.

Die Busse GmbH und Busse IS GmbH wurden im Januar 2011 wurden im Rahmen der internationalen Umweltleistungsschau TerraTec in Leipzig erneut als innovative Wegbereiter für die ökologische Kreislaufschließung mit Ihren Technologieentwicklungen auf dem Messestand der DBU präsentiert.